Lydia goes American

Posted on Dezember 11th, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

Die kulturelle Assimilierung meiner Person nimmt langsam beängstigende Züge an. Nicht nur, dass meine Hüften bei schrecklicher Rap Musik mit geistreichen Texten wie “Smack that, smack that, smack that” unweigerlich zu wackeln beginnen und ich keine Mahlzeit mehr ohne French fries (ja, freedom hat man wieder aufgegeben) und Pepsi mehr überstehe.
Ich habe sogar ein reichlich traditionelles Thanksgiving verbracht. Nachdem einer meiner Professoren netterweise drei seiner Studenten (moi inklusive) und ich dann dreist noch drei weitere zu sich nach Hause eingeladen hatte, haben wir das getan, was alle Amerikaner an Thanksgiving tun: gegessen. Viel gegessen. Der unvermeidliche Turkey (aus Freilandhaltung, es war der Abenteuer-Professor mit Hippie-Frau) wog 24 Pfund und hatte damit in etwa die Größe eines Vogel Strauß.

Dazu natürlich sweet und mashed potatoes,, Bohnen, Salat, Auberginen, Humus, Guacamole, Cranberries. Zum Nachtisch pumpkin pie (yammi), Eis, Brownies, Apfelzeug noch mehr pumpkin pie. Kein Wunder, dass mein Bauch in der darauffolgenden Woche beschlossen hat zu explodieren und mittlerweile aussieht wie 5. Monat.

Der Freitag nach Thanksgiving-Donnerstag heißt black friday. Wahlweise, weil alle einen Riesenkater haben (meine roommate) oder weil man in Erinnerung an die Wirtschaftskrise der 20er einkaufen geht wie bescheuert (meine Theorie). Es gibt Sonderangebote auf alles. Zum Beispiel Handys, Fernseher, Pullis, Mars und Zwiebeln (die hier die Größe von Orangen haben).

Moi hat sich dann auch endlich einen mp3 Player gekauft. Und dann noch einen. Im nächsten Geschäft, weil der viel besser war. Und ganz amerikanisch wird der erste jetzt zurückgebracht. Irgendwann. Wenn ich mal Zeit habe bei all dem Stress (siehe unten.)

lydia al americano

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Ja, es lebt noch

Posted on Dezember 2nd, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

Entgegen anderslautender Gerüchte gehts moi gut. So langsam holt mich dann doch der schon lange beschworene Arbeitsstress ein. Zwei ausstehende Hausarbeiten (mit begleitender Präsentation) bei nur zwei verbleibenden Wochen sind dann wohl das Resultat semesterlanger Faulheit. Aber warum sollte es (i.e. moi) hier anders sein als zuhause. Die Themen, falls von Interesse:

1. Das Böse in Bond Filmen nach Ende des Kalten Krieges

Heißt: Abends vorm PC sitzen, Bier aufmachen, Pierce Brosnan angucken und dabei lustige Sätze schreiben wie “In Bond’s world, media not the U.S. is the new Rome.”. Manchmal macht Studieren einfach nur Spaß.

2. Cross-Cultural Portrayals of Transsexualism (klingt auf englisch einfach besser)

Heißt: Indischen Film ohne Untertitel dafür mit Gesinge und Getanze gucken, über Kastrationstechnicken bei indischen hijras lesen und das mit Frau mit Plastik-Penis in The L Word vergleichen. Was soll ich sagen.

Ich liebe es.

Der aufmerksame Leser wirds schon gemerkt haben, in zwei Wochen hat mich die Heimat wieder und moi würde sich über entsprechende Begrüßungszeremonien freuen.

Ma sieht sich,
lydia

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SPAM

Posted on November 18th, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

Boese Zungen moegen ja behaupten es handle sich beim Grossteil des hier publizierten um Spam, worauf moi in Presi-Manier mit einem gepflegten “Fock you” reagieren wuerde.

Dennoch hatte ich unerfreulicherweise in den letzten Tagen mit Spam-Kommentaren zu kaempfen (mir war auch neu, dass es so etwas gibt). Und damit meine ich nicht unqualifizierte Aeusserungen zu meinem Vater oder meiner Baby-Katze. Jedenfalls habe ich voruergehend die Kommentarfunktion nur fuer angemeldete Nutzer erlaubt. (Thomas: daran lags also ;) ).

Ich werde mich an meine technische Abteilung wenden, um das moeglichst schnell wieder zu aendern (was man mir dann natuerlich mit einer Flut von Lobeshymnen danken sollte).

moi moi moi
lydia

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Der Morgen danach

Posted on November 18th, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

Meine Baby-Katze!!
Liebe Leute, nochmal vielen Dank an alle alle, die heute an mich gedacht haben (oder einfach nur eine Mail geschrieben :P ). Außerdem nochmal ein großer Knutscher an meine Jungs (”ma boyz”), die mit ihrem Geschenk bestimmt noch Webkarriere machen (nach Frankreich und Amerika sollte auch der Rest der Welt kein Problem sein).

lydia

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HAPPY BIRTHDAY LYDIA!

Posted on November 17th, 2006 by JorniJorni.
Categories: Allgemein.

“We wish you a merry birthday, we wish you a merry birthday, we wish a merry birthday…”

Alles Gute zum Geburtstag! Ein Hoch auf La Lydia! Leider waren wir zu unorganisiert, um dir eine Karte zu schreiben. Leer gehst du dennoch nicht aus. Bitte folgen Sie diesem Link zum ultimativen Geschenk für die ultimative Exilantin. Ruhig etwas warten, es ist etwas größer…
Eine langweilige Version gibt es an anderer Stelle.

Selbstverständlich gibt es auch eine Version zum Abspeichern. Dafür wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an den Jorni Ihrer Wahl.

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Wer ist eigentlich…

Posted on November 8th, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

…Brittany. Brittany [Britnäy] ist meine Mitbewohnerin oder richtiger, meine roommate. Denn ich wohne ja nicht nur in einer Zelle, ich wohne zu zweit in einer Zelle. Und da wir nun schon gute 2 Monate enger zusammen wohnen als ich es je mit meiner Schwester tun musste (du hast halt immer so geschrien, Kleine), solltet auch ihr sie kennen lernen.

Brittany war zuanfangs gar nicht verkehrt. Zwar beunruhigten mich ihre zahlreichen Fotos in den Armen verschiedenster Menschen (”Wir sind nur Freunde.”) in unterschiedlich geschmückten Rahmen etwas, aber immerhin, meist war sie abwesend. Besonders nachts.

Brittany ist nämlich verlobt, wie jeder anständige Amerikaner mit 19 und nach 7 Monaten Beziehungsdauer. Dieser Verlobte hat entweder Kinder oder ein Haus oder möglicherweise mehreres von beidem, jedenfalls war sie damit ziemlich beschäftigt ergo ziemlich abwesend. Nach großer Krise vor etwa 2 Wochen, die sie großteils heulend im Bett verbrachte (vielen Dank dafür, Gott aller Wohngemeinschaften) ist mittlerweile zwar wieder alles in Butter, aber Brittany dennoch im Zimmer. Ständig. Mißbilligung.

Es ist ja nicht so, als mochte ich sie nicht. Ich mag es nur nicht, wenn sie hier ist. Das liegt zum einen daran, dass meine Hauptaktivitäten sich nur unwesentlich von ihren unterschieden, ich es allerdings vorziehe, bei diesen allein zu sein.

1. im Bett liegen und schlafen
2. im Bett liegen und telefonieren
3. im Bett liegen und lesen

Dummerweise gehören bei ihr auch folgende Aktivitäten zur täglichen Routine:

Furchtbaren Handywecker (vergewaltigte Kuckucksuhr, denke ich) auf viel zu früh stellen, nicht davon aufwachen (sie jedenfalls, ich schon) und weiterpennen bis er zum 3. mal klingelt.

Mit Handy neben dem Kopf schlafen, falls furchtbar eifersüchtiger und aufmerksamkeitssuchender Verlobter anruft/SMSt (gerne ebenfalls viel zu früh am morgen, damit ich bloß nicht ausschlafen kann).

Private Dinge/Drama am Telefon klären, während ich im Zimmer bin.
Unwichtige Dinge am Telefon klären, während ich versuche zu schlafen.

Generelle Anwesenheit, wenn ich mich an- beziehungsweise ausziehen muss, was dank meiner zunehmden Vorliebe für mein Bett immer häufiger der Fall ist.

Und wem das noch nicht reicht:

Ihre Seite

ihre-seite.jpg

Man beachte das dezent schmuckvolle Riesen-Insekt über dem Schrank sowie die doch etwas eigenwillige Schreibweise von “beautiful”.
Meine Seite (so ordentlich war sie wohl noch nie):
meine-seite.jpg
Man beachte hier bitte mein “Jesus loves me” Kreuz, links über dem Laptop und meine wachsende Postkarten-Sammlung (danke, Schatz). In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal auf meinen nahenden Geburtstag und mein Postfach hier an der Uni hinweisen. Subtil.

Zudem kann ich mit Freude berichten, dass meine Anwesenheit im Lande schon erste Wirkung zeigt: die Demokraten haben in den heutigen Midterm Elections das Abgeordnetenhaus zurückerobert. Trotz vermehrter Aufforderungen an meine Person (an der Uni, am Telefon und sogar an meiner Zimmertür) war ich allerdings nicht zum Urnengang bzw. Computerbildschirmpress-Gang zu motivieren.

“I’m not American!”,
lydia

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Halloween (Ohne Worte)

Posted on November 2nd, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

hitler-and-me.jpg

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Almost famous

Posted on Oktober 24th, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

Ach was heisst hier “almost”, eher “absolutely”. Wie ihr ja vermutlich nicht wisst, mache ich momentan ein Praktikum bei Superman’s Zeitung, dem Daily Planet (und morgen retten wir die Welt). Und da seit ein paar Tagen mein erster Artikel online ist (ich tue so, als hätte ich Ahnung von Kunst, yay!) stosse ich nun in die literarischen Höhen und Weiten von Jorni (ja, das ist er wirklich), Susi (nein, das ist sie meines Wissens nicht) und dem äußerst eifrigen Alex (bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch nicht um einen kobold_maki handelt) vor.

Aber nicht nur das. In Ermangelung besserer Alternativen (i.e. Faulheit) habe ich heute getestet, welchem “world leader” ich am ähnlichsten bin. Erst wars Hitler (Amis dürfen nämlich sowas als Antwort aufnehmen), beim zweiten Versuch dann Che Guevara. Beim dritten allerdings wieder Addi. Was sagt das nun über mich aus.

Aber immerhin, Kiffer lieben mich. Und ich mag Baby-Katzen.

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In eigenster Sache

Posted on Oktober 18th, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

Wie teilweise bekannt werde ich gestern in einem Monat (was war gestern: der 17., was ist in einem Monat: November) - um es milde auszudrücken - alt. Um euch die Sucherei nach Geschenken, mit der ihr sicherlich gerade beginnen wolltet, zu ersparen hier ein dezenter Hinweis.

ICH. WILL. HABEN.

EDIT. Nach konfusen Anfragen mehrerer Personen (hauptsächlich Jorni und Jorni) eine Klarstellung: Natürlich will ich nicht die Baby-Katze (doch will ich, aber ich darf nicht) und auch kein Katzen T-Shirts, Videos oder anderen Kitsch (doch will ich, aber ich gestehe es mir noch nicht ein). Es bleibt also bitte bei den Geldspenden.

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Dear Professors, die Zweite

Posted on Oktober 17th, 2006 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.

Als bald vollwertiges (und schon länger volljähriges) Mitglied der Hamline Community - inklusive neuem Hamline-Kapuzzenpulli in Übergröße, weiß ich natürlich nicht nur über die Kleidungsstile meiner Professoren Bescheid, sondern auch über ihre besseren Hälften und andere Anverwandte.

Sei es durch beiläufige Kommentare während der Stunden oder einer Einladung zum Barbeque im trauten Eigenheim, Kontakte werden nicht nur gepflegt, sondern gesucht. Manchmal auch gefunden, wie bei meinem samstäglichen Besuch beim Campus-nahen Türken. Ein schnuckeliges Restaurant/take out, das ca. 15 Leuten Platz bietet, obwohl es kaum größer als meine Heimzelle wirkt, umgeben von allerlei Türkei-Kitsch zuzüglich Aquarium und dem unvermeidlichen Fernseher. Kurz nach dem Betreten schallte mir aus einer der gemütlichen Sitz-Zellen “Hey Lydia.” entgegen und ich durfte, nur durch formschöne braune Perlenketten getrennt, neben meinem Anthro-Prof nebst Gattin platznehmen. Selten war ich hier dankbarer, nicht verstanden zu werden.

Aber zurück zu Gatten und Gattinnen, denn auch diese verdienen eine kurze Beschreibung, auch wenn die Details noch spärlich sind, wie ich zugeben muss.

1. Mister Power-Asiatin. Japaner, kennen gelernt in Amerika. Vermutlich zurückhaltend und eifrig nickend, aber das ist reine Spekulation. Eine kleine Tochter (zumindest eine, die häufiger erwähnt wird). Singt gerne Disney-Songs im Auto “savages - savages - savages” (Indianer vs. Europäer in Pocahontas), was Mami dann aus politischer Korrektheit gegenüber Amis zu “cabbages - cabbages - cabbages” umdichten muss.

2. Mrs. gemütlicher Amerikaner. Hier sind erstaunlich wenige Details bekannt, aber wird gerne im Zusammenhang mit “cat” und “daughter” (in dieser Reihenfolge) erwähnt. (”I have a wife. I have a cat. I have a daughter.”). Wird zum Inhalt grotesker Studenten- Phantasien, wenn Mr. gemütlicher Amerikaner betont, er hätte lieber seinen Samstag- morgen mit Nummer 1 und 2 im Bett verbracht, als einer Konferenz beizuwohnen, die für den gesamten Kurs verpflichtend war - vielen Dank für dieses Bild in meinem Kopf.

3. Mrs. eifriger Abenteurer. Als einzige schon persönlich kennen gelernt, sowohl beim BBQ als auch beim Türken, Name dennoch vergessen. Ebenfalls als Forscherin “in the field” unterwegs sind ihr Schwerpunkt die Bräuche indonesischer Stämme im Wandel der Zeit (oder etwas in der Richtung, was Mr. eifriger Abenteurer im Unterricht gerne als Beispiel verwendet). Und genau wie sich das anhört, sieht sie auch aus: Hippie-Klamotten (blau, grün, weit) und Hippie-Haare (blond, lang), Brille. Außerdem freundlich mit beruhigender, leiser Stimme.

Wird spannend sein zu sehen, wie weit ich im Laufe des Semesters noch in das Privatleben meiner Professoren vordringen kann und muss.

So, habt ihr wieder was gelernt.
lydia (aha!)

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