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Posted on Mai 21st, 2007 by moi-lydia.
Categories: Allgemein.
Da sich meine Auslandserfahrung langsam dem Ende zuneigt und ich meine Kulturbeobachtungen nun erstmal im fernen México weiterfuehre, wird es wohl Zeit fuer ein paar ernsthaftere Gedanken. Wie man ein der Post-Zahl verteilt auf die beiden Semester leicht ablesen kann, sind mir die Amerikaner zwar nachwievor weird, aber auch immer mehr lieb und vertraut geworden. Und mehr und mehr draengten sich in die Diskussionen am international table (direkt gegenueber den schreienden Footballern und in sicherer Entfernung zu den Superfreaks in der Ecke) auch Ueberlegungen ueber unsere eigenen Kulturen.
Das Unverstaendnis meiner nicht-europaeischen Freunde ob der Tatsache, dass ich keine deutsche Flagge besitze, der Vorwurf unser alteingesessenen Franzoesin aus Grenoble die neue Pariserin sei zu “parisian”, generelle Verstaendnislosigkeit dem hollaendischen Humor gegenueber - das waren nur einige Symptome der zunehmenden Selbst- und Fremdanalyse, die ein Auslandsaufenthalt wohl zwangslaeufig mit sich bringt.
Und weil ich hier in Toluca interessantere Dinge zu tun habe (fernsehen, essen und schlafen zB) als das genauer zu hinterfragen, verweise ich euch lieber an eine Serie von Spiegel-Essays, die sich durchaus unterhaltsam Gedanken machen ueber das Deutschlandbild der Franzosen, Englaender, Italiener und im Allgemeinen -und dabei mindestens genausoviel ueber jene offenbaren.
Viva México,
lydia
EDIT: Tja, es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Spiegelmacher entdecken, dass die Links auf meinem Blog eine bisher unangezapfte Geldquelle sind und meine zwei treuen Leser zur Kasse bitten. Dass es allerdings schon nach einem Tag soweit sein wuerde, damit konnte wohl niemand rechnen. Immerhin, der letzte Artikel (im Allgemeinen) ist noch frei zugaenglich. Jetzt sehe ich mich allerdings gezwungen, eine kurze Zusammenfassung der anderen drei zu geben (vielen Dank, Herr Spiegel).
1. Franzosen moegen Berlin und sind fasziniert von den vielen nackten Menschen in Deutschland (da man sich in Frankreich natuerlich mit viel mehr Stil nackig macht). Verstehen aber nicht, dass deutsche Politiker keine Austern und Champagner beim Freundschaftsdinner haben wollen.
2. Englaender sind immer noch boese wegen dem Krieg und so. Moegen ja ausserdem Festland-Europaer im Allgemeinen und Hunnen im Besonderen nicht- vor allem wenn die teure Autos fahren, die sich Englaender lange nicht leisten konnten. Daher die bloeden Schlagzeilen in der Sun (und die Bikini-Fotos von Angi). Sind aber seit der WM ein bisschen gnaediger den Deutschen gegenueber, auch wenn englische Schueler nachwievor lieber nach Bosnien in den Urlaub fahren wuerden.
3. Italiener moegen uns Angi, uns Papst und die Fuenfprozentklausel. Also generell alles in Deutschland, was in Italien nicht funktioniert. Gewinnen gerne gegen uns im Fussball, vermutlich wegen Minderwertigkeitskomplex.
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